Insekten widerlegen Evolution

75% aller gegenwärtig lebenden Tiere sind Gliederfüssler (1). Dazu gehören die Insekten, Spinnen, Tausendfüssler und Krebstiere. Sie zählen zu den ältesten Lebewesen. Sie waren von Anfang an so wie heute und zeigen keine Entwicklung. Bei den Insekten ist die Entstehung ihrer Flugfähigkeit, der faltbaren Flügel, der Facettenaugen und der Verwandlung von der Raupe zum Schmetterling in den Fossilien nicht vorhanden. Die Übergangsformen, welche eine Entwicklung von einfachen zu komplexen Formen zeigen, fehlen systematisch. Der Hauptunterschied zwischen den frühesten Insekten und den heute lebenden ist der, dass die früheren entweder grösser waren, oder ausgestorben sind.

Die Gliederfüssler haben alle Biotope der Erde besetzt, alle Arten pflanzlicher und tierischer Nahrung erschlossen und in einigen Gruppen hoch organisierte soziale Lebensformen ausgebildet (Bienen, Ameisen). Im Gegensatz zu den Wirbeltieren haben sie kein Knochengestell, sondern meistens eine feste "Aussenhaut". Sie sind daher auch als Fossilien in ihrer äusseren Erscheinungsform erhalten geblieben. Die fehlende Evolution wird dadurch auch klar sichtbar. Die ältesten Gliederfüssler findet man im Kambrium (vor 488 - 542 Millionen Jahren, zu den Altersangaben siehe 8). Durch alle Zeitalter hindurch sind sie praktisch unverändert geblieben. Das Problem besteht nicht in fehlenden Funden. An einer Fundstelle in Colorado hat man über 100'000 Exemplare gefunden, von denen einige wunderschön erhalten sind (2). Die Florissant Colorado Shales haben allein 60'000 Exemplare geliefert (3). Weitere wichtige Fundstellen sind die Burgess Shale in British Columbia, die Elmo Kansas Kalksteine und die Hunsrück Schiefer in Deutschland. Viele Gliederfüssler sind sehr gut erhalten geblieben, sogar auch ganz kleine Milben (4).

Viele der gut erhaltenen fossilen Insekten zeigen noch ihre äusseren Farben und enthalten manchmal sogar den Darminhalt (5). Fossile Insekten sind uns in Bernstein, Kohle vulkanischer Asche, Teer und anderen Stoffen überliefert. Zu den am besten erhaltenen Fossilien gehören die in Bernstein eingeschlossenen. Sie gelten aber als wesentlich jünger als die oben angeführten Funde. Über 150'000 fossile Insekten sind allein in baltischem Bernstein gesammelt worden. Bernstein ist ein hervorragender Konservierungsstoff. Oft sind darin noch die Adern in den Insektenflügeln sichtbar, ebenso sind die Mundpartie, die einzelnen Facetten in den Augen, die Gelenke in den Beinen und die Genitalien manchmal in ausserordentlichen Einzelheiten sichtbar. Das älteste ectognathe Insekt (mit freiem Oberkiefer und erstem Unterkiefer) heisst Rhyniognatha hirsti und erweist sich bereits als relativ "höherentwickelt" (6). Es wurde im unteren Devon gefunden (416-397 Mio Jahre).

Eine Besonderheit unter den Insekten ist die Metamorphose (Umwandlung von der Raupe zum Schmetterling). Für diesen ausserordentlich komplexen Vorgang fehlt in den Fossilien jeder Nachweis einer Evolution. Fliegenlarven haben nicht die geringste Ähnlichkeit zu den Fliegen. Es gibt auch wichtige Unterschiede im inneren Aufbau der Organe. Viele Insekten durchlaufen mehrfache Umwandlungen, nämlich vom Ei zur Raupe, von der Raupe zur Puppe und von der Puppe zum erwachsenen Insekt. Alle diese Stadien findet man in den Fossilien. Es gibt keine Anhaltspunkte für irgendeine Evolution dieser Wandlungs-Vorgänge. Wenn sich ein Insektenforscher um 150 Millionen Jahre zurückversetzen könnte, würde er sich bei den damals vorhandenen Insekten sofort zu Hause fühlen.

Einige Insektenforscher sind zum Schluss gekommen, dass auf dem Gebiet der Insektenevolution die Metamorphose das schwierigste Problem für die Vertreter der Evolutionstheorie darstelle (7). Die Gliederfüssler sind auf Grund all dieser Beobachtungen offensichtlich geschaffen worden.

Hansruedi Stutz, ProGenesis, 14. Januar 2005

Referenzen:

(1) Haubold und Daber, Fossilien, Minerale und geologische Begriffe, 1989, Verlag Harri Deutsch, Seite 36.
(2) Lewin, Thread of Life: The Smithsonian Looks at Evolution, 1982 Smithsonian Books, Washington DC, p.130.
(3) Callahan, The Evolution of Insects, Holiday House, New York, 1972, p. 67.
(4) Braun, Occurrence of animal cuticle in Devonian and Carboniferous coal-bearing sedimentary rocks, Palaeontographica Abteilung A Palaeozoologie-Stratigraphie, 245(1-6): 83-156, 1997.
(5) Labandeira, Insects and othe Hexapods, in Encyclopedia of Paleontology, Fitzroy Dearborn, 1999, Vol 1. p.623.
(6) Engel und Grimaldi, New light shed on the oldest insect, Nature, 427, 627-630.
(7) Bergman, Insect evolution: a major problem for Darwinism, TJ 18(2), 2004, p.91-96.
(8) Die Angaben der Alterswerte beziehen sich ausschliesslich auf die radiometrische Methode. Diese wird vom Verfasser abgelehnt, weil sie nicht mit den nichtradiometrischen Methoden übereinstimmt (siehe dazu auch Pressemitteilung Nr. 42).


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