Offener Brief an Frau Regierungsrätin Regine Aeppli

Sehr geehrte Frau Aeppli

In der NZZ vom 18.5.2004, Nr. 114, Seite 55 ist unter dem Titel "Religionskunde statt christlicher Unterricht - Zum Stellenwert der Religionen in der Primarschule" die folgende Aussage von Ihnen erschienen: „Wer die biblische Schöpfungsgeschichte als Wahrheit verkündet, verstösst gegen die Religionsfreiheit. Wenn aber gleichzeitig von den Schöpfungsgeschichten anderer Religionen oder der Evolutionstheorie die Rede ist, wird niemand in seiner Glaubensfreiheit verletzt."

Uns von ProGenesis freut es sehr, dass Sie, sehr geehrte Frau Regierungsrätin, die Evolutionstheorie als Religion durchschaut haben. Dürfen wir Sie hiermit auffordern, die Lehrerschaft anzuweisen, die Glaubensfreiheit der Schüler zu respektieren und die Evolutionstheorie nicht als Wahrheit zu verkünden, sondern daneben auch Kreation in ihren verschiedenen Varianten zu vertreten, wie Sie das umgekehrt in Bezug auf den biblischen Schöpfungsglauben fordern?

Wie Sie aus den beiliegenden Ergebnissen einer von uns in Auftrag gegebenen repräsentativen Umfrage entnehmen können (die detaillierten Umfrageergebnisse können Sie unter www.progenesis.ch einsehen), glauben in der Schweiz nur 33 % an die Evolution, hingegen glauben 42 % daran, dass Gott bei der Entstehung des Universums, der Erde und des Lebens die Hand im Spiel hatte.

Wie Sie vielleicht wissen, setzen wir uns dafür ein, dass an Schweizer Schulen die Schöpfungslehre gleichberechtigt mit der Evolutionslehre unterrichtet wird. Wir würden Sie gerne in diesem Vorhaben unterstützen und könnten z.B. einen Beitrag zur Aufklärung der Lehrer über die Schöpfungslehre und –forschung leisten. Es würde uns sehr freuen, mit Ihnen diesbezüglich ins Gespräch zu kommen.

Gian Luca Carigiet, ProGenesis, 26. Mai 2004


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