Evolution aus juristischer Sicht

Steine und Worte als Beweise. Als Jurist kann man in der Auseinandersetzung zwischen Evolutionismus und Schöpfungsglauben hauptsächlich auf dem Gebiet der Beweisführung und der Auslegungsmethoden sowie der logischen Argumentation (bzw. dem Aufdecken von Widersprüchen) einen Beitrag leisten. Die Beweisführung ist nicht auf wissenschaftliche Beweise in Form von Beobachtung und Experiment oder Erfahrungssatz beschränkt, sondern ist umfassender und macht die (Beweisführung der) Wissenschaft selber zum Beweisthema.

Paläontologie und Geologie als historische Evolutionswissenschaften haben mit Steinen und Versteinerungen sowie dem Erfahrungssatz der radiometrischen Uhr (Halbwertszeit des Zerfalls von radioaktiven Isotopen) das für die ganze Evolutionslehre entscheidende Beweismaterial in Händen. Biologen und Chemiker mit ihren nach wie vor gesuchten Erfahrungsätzen betreffend Entstehung und Höherentwicklung von Lebewesen hängen im Grunde vollständig von diesen historischen Beweisen ab.

Steine und Fossilien sind tatsächlich Beweisstücke, welche - ähnlich den Urkunden der jüngeren Vergangenheit - für Experten eine Art Zeugnis von vergangenen Tatsachen geben können, wobei sie stets der Interpretation bedürfen und - da sie selber kein Leben mehr enthalten - stets nur Indizien in bezug auf das Leben liefern, nie jedoch tatbestandsrelevante Tatsachen (also über das Leben) selber beweisen können. Ohne Datierung der Steine sind die Aussagen der Fossilien wertlos, sobald es um Behauptungen über Entwicklungen geht, da jeder Stein für sich lediglich eine Momentaufnahme bildet und erst die Datierung und zeitliche In-Bezug-Setzung verschiedener Gesteinsproben zusammen mit der Interpretation der Fossilien Aufschluss über vergangene Veränderungen geben kann, worauf die Evolutionslehre unbedingt angewiesen ist.

Aus der Sicht eines Juristen ist die Beweislage für die Evolutionslehre mit Steinen, Versteinerungen und dem nicht über alle Zweifel erhabenen Erfahrungssatz der radiometrischen Uhr äusserst dürftig. Die Gegenbeweise und Beweise des Gegenteils der Schöpfungswissenschaftler (systematischer Fehler der radiometrischen Uhr, Beweise der jungen Erde, nicht reduzierbare, komplexe Systeme, Erfahrungssatz und Beobachtung der Entropie sowie des Lebens nur aus Leben) lassen zumindest erhebliche Zweifel an den Behauptungen der Evolutionisten aufkommen. Da nach der eigenen Aussage der Evolutionslehre während Jahrmillionen keine vernunftbegabten Zeugen dabei waren, welche ihre Beobachtungen hätten aufzeichnen oder sonst weitergeben können, kann es weder Urkunden über die Entstehung der Welt oder des Lebens noch darüber geben, wie sich am schuppigen Bein eines Lebewesens in der nächsten Generation Ansätze von Federn gebildet hätten (auch Darwin war nicht dabei).

Die Schöpfung, als Tatsache der Bildung der Welt durch Gott und der Lebensspende von Gott, ist dagegen viel besser beweisbar, da von Anfang an drei vernunftbegabte Personen dabei waren, welche ihre Beobachtungen als Augenzeugenbericht bzw. Parteiaussage niederschreiben liessen und den Bericht noch heute bezeugen: Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist. Die Bibel ist - zunächst ohne Wertung - eine Beweisurkunde über vergangene Tatsachen, die, nach ihrer eigenen Aussage, Gott in Zusammenarbeit mit vernunftbegabten und - wie der Sündenfall zeigt - kritischen Wesen anfertigte. Diese konnten den mündlich oder schriftlich tradierten Bericht bereits ab dem sechsten Tag der Schöpfung selber prüfen (und hätten den Sündenfall sicher gerne daraus entfernt, wenn Gott nicht darüber gewacht hätte). Der Heilige Geist bezeugt noch heute unmittelbar denen, die auf ihn hören, die Richtigkeit des Schöpfungsberichts der Bibel, und er war sowohl bei der Schöpfung wie auch bei der Niederschrift des Berichts dabei. Mit der Beweisurkunde der Bibel ist die Schöpfung viel besser belegt als die Evolution.

Dr. Dieter Aebi, Rechtsanwalt, ProGenesis, 23. Januar 2003


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